

Das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig beeindruckt schon von außen enorm: Es erinnert an einen riesigen Granatsplitter, der wenige Dutzend Meter von der Toten Weichsel entfernt in den Boden gerammt wurde. Niemand ahnt jedoch, dass sich die Ausstellung an einem noch aufregenderen Ort befindet – gut ein Dutzend Stockwerke unter der Erde. Dorthin begeben wir uns mit dem Audioguide und lernen den Albtraum der Jahre 1939–1945 kennen.
Nach den Eingangsschleusen stehen wir in einem langen Korridor mit glatten Betonwänden. Gleich danach lädt uns der Audioguide zur ersten von vielen Filmvorführungen ein, nach deren Ende der Rundgang beginnt – von Saal zu Saal, von einem wertvollen Exponat zu einem noch wertvolleren.
Der Audioguide drängt sich nicht auf, sondern führt in die damaligen Ereignisse ein, in jenen Albtraum, wahrscheinlich den größten in der Geschichte der Menschheit. Die Besucher entscheiden selbst, ob sie sich eingehend mit der Militärgeschichte des Krieges befassen oder sich dem Thema des allgegenwärtigen Terrors stellen möchten.