
Die polnische Militärluftfahrt ist bereits 100 Jahre alt! Ein hervorragender Anlass, ein attraktives Museum zu präsentieren, das die schwierigen Anfänge der polnischen Luftstreitkräfte, ihre Entwicklung in der Zwischenkriegszeit, ihre heldenhafte Beteiligung an den Kämpfen an den Fronten des Zweiten Weltkriegs bis hin zur Nachkriegsgeschichte näherbringt. Und ein solches Museum ist entstanden. 2017 laden wir alle Luftfahrtbegeisterten nach Dęblin ins Museum der Luftstreitkräfte ein.
Dęblin ist der beste Ort, um die Geschichte der polnischen Militärluftfahrt kennenzulernen. Warum? Weil sich hier seit 1927 die berühmte Eliteschule „Szkoła Orląt“ („Schule der jungen Adler“) befindet, die Offiziershochschule der Luftstreitkräfte.
Das Museum liegt in unmittelbarer Nachbarschaft der Schule. Die Besichtigung wird daher von Geräuschen begleitet, die Fliegern so angenehm in den Ohren klingen – dem Motorenlärm vorbeifliegender Hubschrauber und Flugzeuge, die von Schülern der Szkoła Orląt gesteuert werden.
Die Ausstellung ist in drei Teile gegliedert. Alle erkunden wir mit dem Audioguide. Der erste, in neuen Ausstellungsräumen untergebracht, macht mit der Geschichte der polnischen Luftstreitkräfte vom Ersten Weltkrieg bis zum NATO-Beitritt Polens vertraut. Die Geburt des weiß-roten Schachbrettmusters und des Pilotenabzeichens „Gapa“, die ersten Flugzeuge und Luftgefechte, die Luftschlacht um England, die heutige Schule in Dęblin … Danach führt uns der Audioguide in den Hangar mit Flugzeugen und Flugmotoren. Er ist voller echter Raritäten. Schließlich ist es Zeit für die Freiluftausstellung mit Dutzenden von MiGs, Suchois, Tupolews und anderen Maschinen aus der Nachkriegszeit. Dank des Audioguides können wir diese reiche Sammlung leicht und angenehm erkunden – in dem Tempo, das uns am besten passt.