

Das Museum der Polnischen Juden in Warschau wurde 2014 feierlich eröffnet. Es befindet sich in Muranów, im Zentrum des ehemaligen jüdischen Viertels. Gleich daneben steht das Denkmal der Helden des Ghettos. Bereits im ersten Jahr besuchten mehr als 350.000 Gäste das Museum. Die meisten von ihnen erkundeten die Ausstellung mit Audioguides.
Polin ist der Name Polens auf Jiddisch und Hebräisch. Die ersten Juden kamen um das Jahr 1000 an die Weichsel, in den folgenden Jahrhunderten wurde Polen zu ihrer wichtigsten Heimat in Europa. So blieb es bis zum Holocaust.
Die Ausstellung des Museums zeigt die tausendjährige Geschichte der Juden in Polen in unglaublichem Umfang. Schon das Gebäude selbst – der Sitz von Polin – begeistert, und das nicht nur Fachleute. Der Audioguide beginnt mit einem Spaziergang durch einen uralten Wald und führt dann durch die Wechselfälle der Geschichte, die für die polnischen Juden mal bessere, mal schlechtere Zeiten brachte. Wir besuchen ein altes Städtchen, einen Thronsaal, einen Bahnhofswartesaal und die Straße einer Vorkriegsstadt und können das märchenhaft farbenprächtige Innere einer Synagoge aus dem 17. Jahrhundert bewundern. Nachdenklich lernen wir die Geschichte des 20. Jahrhunderts kennen.
Der feierlichen Eröffnung der Dauerausstellung ging die Eröffnung des Museumsgebäudes selbst voraus. Schon damals konnten die Gäste eine Sonderausstellung mit Audioguides besichtigen, die Audiotour vorbereitet hatte.