

Gniezno liegt, wie Rom, auf sieben Hügeln. Auf dem markantesten von ihnen, dem Lech-Hügel, steht seit tausend Jahren die berühmte Primasbasilika. Nach der Besichtigung der Kirche lädt der Audioguide zu einem Spaziergang über den Hügel ein, bei dem Sie seine Frühgeschichte und die bis heute erhaltenen Bauten kennenlernen.
Von einem hohen Sockel aus blickt Bolesław der Tapfere, der erste König Polens, der 1025 eben hier in Gniezno gekrönt wurde, aufmerksam auf die Besucher. Das Denkmal beherrscht den Platz vor der Kirche.
Der Lech-Hügel war als befestigter Ort in heidnischer Zeit Sitz des Fürsten und eine wichtige Kultstätte. Die Burg mit ihren zwei Vorburgen gehörte zu den größten in der Region. Der Verlauf der einstigen Wälle ist auf dem Hügel mit speziellem Pflaster markiert. Der Pflasterring umschließt den gesamten Dom, der sich von außen ebenso imposant präsentiert wie von innen.
Das Museum der Erzdiözese Gniezno, das sich in Gebäuden unweit der Primasbasilika befindet, ist die ehemalige Domschatzkammer, eine der reichsten in Polen. Davon können Sie sich bei einem Rundgang mit dem Audioguide selbst überzeugen.
Unseren Rundgang durch das Museum beginnen wir in einem Saal mit einem eindrucksvollen gotischen Flügelaltar – einem Polyptychon. Er hinterlässt einen starken Eindruck, doch in den nächsten Sälen wird es… noch interessanter. Die Besucher können unter anderem die ältesten romanischen Kelche und Ringe Polens, jahrhundertealte liturgische Gewänder und andere Gegenstände sehen, die dem Gottesdienst dienten.
In einem eigenen Saal sind die überaus wertvollen Reliquiare des heiligen Adalbert ausgestellt. Außergewöhnlich reich ist die Sammlung altpolnischer Sargporträts, und die Erzählung des Audioguides über die Begräbnistraditionen unserer Vorfahren wird viele Besucher gewiss in Erstaunen versetzen.