
Góra Świętej Anny in Oberschlesien ist ein Ort, der in jeder Hinsicht einen Besuch wert ist. Der Name dieses Ortes lebt im Bewusstsein der Einheimischen zugleich in drei Sprachen: auf Polnisch, auf Deutsch als Sankt Annaberg und auf Schlesisch als Świyntŏ Anna oder Anaberg, was viel über die bewegte Geschichte dieses Winkels aussagt. Das Dorf, in dem rund 500 Menschen leben, erstreckt sich zu einem großen Teil an den Hängen des gleichnamigen Vulkans, der vor Millionen von Jahren aktiv war. Touristen lockt hierher die Verehrung der heiligen Anna Selbdritt und ihrer als Gnadenbild berühmten Figur aus dem 15. Jahrhundert, das wunderschön gelegene Heiligtum mit Kalvarienberg, das Kloster aus dem 18. Jahrhundert mit Kirche und das spektakuläre, in den Fels gehauene Amphitheater mit Sitzplätzen für 7000 Zuschauer. Naturliebhaber finden Ruhe beim Wandern auf den Wegen des hiesigen Landschaftsparks auf dem 408 m ü. d. M. hohen Berg. Auf sie warten heute stillgelegte Steinbrüche am Südhang und kleine Höhlen.